Wendepunkt
Sozialisten und andere Aktive an der Uni Köln



Soziale Emanzipation entgegen der Gewalt!
Für Abrüstung, sozialen Fortschritt und emanzipatorische Bildung

„Der Waffenhersteller Heckler & Koch soll nach Recherchen des ,ARD-Politik-Magazins Report Mainz‘ versucht haben, Bundestagsabgeordnete mit Geldspenden zu bestechen. Das geht aus E-Mails des damaligen Geschäftsführers von Heckler & Koch, Peter Beyerle, hervor. Mit den Spenden sollte die Entscheidung zur Ausfuhr von mehreren Tausend Sturm-Gewehren nach Mexiko positiv beeinflusst oder zumindest beschleunigt werden.“
Waffenhersteller: Hat Heckler & Koch Politiker bestochen?, Tagesschau vom 22. Mai 2018.

„In einer Zeit explodierenden Reichtums und sich rasant entwickelnder Technologien hat die Menschheit das Potenzial, ein anständiges Leben für alle zu ermöglichen. Unsere Aufgabe ist es, auf unsere gemeinsame Menschlichkeit zu bauen und alles gegen die Kräfte zu unternehmen, die versuchen, uns zu trennen und gegeneinander aufzubringen – seien es Regierungen oder Unternehmen, die sich jeglicher Rechenschaft entziehen.“
Interview mit Bernie Sanders: „Gemeinsam über Grenzen hinweg“, publiziert in „Der Freitag“ am 20. September 2018.

Der Krieg hat Ursachen und Verursacher, der Frieden auch. Mit Waffen werden keine Brunnen und keine Schulen gebaut. Heckler & Koch hat illegal Gewehre nach Mexiko geliefert und sich dafür nach Recherchen der ARD Parlamentarier der CDU und FDP gekauft. In Mexiko sind mit Hilfe dieser Waffen unter anderem Studenten erschossen worden, die sich für bessere Bildung engagierten. Dank der Aufklärung und des Engagements friedensbewegter Menschen stehen nun Vertreter des Rüstungskonzerns vor Gericht.

Sehnsüchte nach einer Beendigung der Gewalt und nach einem solidarischen Zusammenleben sind weit verbreitet. Trotzdem rüstet die Bundesregierung auf. Worauf können wir also setzen? Verbesserung beginnt, wo Menschen Ansprüche an eine solidarische und zivile Entwicklung nicht mehr runterschlucken sondern sich über Möglichkeiten der Verbesserung verständigen. Jede Ambition humaner Veränderung hat Bedeutung für eine menschenwürdige Entwicklung: Gesellschaftlich notwendig für alle sind nicht Waffen, eine Kultur des Misstrauens, Feindbilder und Zäune, sondern Abrüstung, die Bildung mündiger Persönlichkeiten, Gesundheit, eine Kultur solidarischer Anteilnahme und auch ein Dach über dem Kopf.

Dafür können wir heute auf die Lehren und Schlussfolgerungen aus zwei Weltkriegen bauen, die dank des Engagements von antifaschistischen Demokratinnen und Demokraten im Grundgesetz festgeschrieben wurden: Die Unantastbarkeit der Würde des Menschen, das Prinzip von Sozialstaatlichkeit, das Friedensgebot und die Verpflichtung des Eigentums auf das Allgemeinwohl gehen Hand in Hand. Das persönliche und gesellschaftliche Aufbrechen zur Verwirklichung dieser uneingelösten Hoffnungen und für eine erfreuliche Zukunft ist die entscheidende Alternative zur strukturellen Gewalt.

Ein solcher Mentalitätswechsel findet an der Universität bereits statt mit dem studentischen Engagement für friedliche, gesellschaftlich verbessernde Wissenschaften (Zivilklausel), mit dem Kampf gegen Studiengebühren für Nicht-EU-Studis und für Bildung für alle, sowie mit den Protesten gegen den marktorientierten und anti-demokratischen Entwurf der schwarz-gelben Landesregierung für ein neues Hochschulgesetz. Wir engagieren uns in diesem Sinne für emanzipatorische Bildung, für eine Wissenschaft von allen und für alle, die darin besteht, sich den Fragen der Zeit zu stellen, und wirken für eine echte soziale und demokratische Erneuerung des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Wir sind dafür in Fachschaften, im Studierendenparlament und der universitären Selbstverwaltung aktiv, wir engagieren uns in der Friedensbewegung, gegen Rechts und sind gewerkschaftlich organisiert. Als linke Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen streiten wir für einen Mentalitäts- und Richtungswechsel in der SPD und für eine programmatische Neuorientierung für Frieden und soziale Gerechtigkeit, in Opposition zum „Weiter-so“ der Großen Koalition.


Die Hochschule zwischen Aufklärung und Profitinteressen
Eine Veranstaltungsreihe des Uni-Aktionsbündnisses

Wissen schafft Demokratie?

Mittwoch, 5.12., 17:45 Uhr
Hörsaal VIII im Hauptgebäude

Diskussionsveranstaltung mit Torsten Bultmann (Geschäftsführer vom Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler) und Dr. Witich Roßmann (Vorsitzender DGB-­Köln)

 

Wie kommen wir zu Abrüstung und ziviler Konfliktlösung? Die Bedeutung der Hochschulen für Krieg und Frieden

Mittwoch, 12.12., 17:45 Uhr
Hörsaal VIII im Hauptgebäude

Diskussionsveranstaltung mit Clau­dia Haydt (Informationsstelle Milita­risierung, IMI) und Prof. Ralf Streibl (Diplom-­Psychologe, Forum Infor­matikerInnen für Frieden und ge­sellschaftliche Verantwortung, FIfF)

 

Der Beitrag der Hochschulen zu Nachhaltigkeit

In Planung für Januar 2019

Mit Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Wissenschaftler*innen von der Uni Köln und Vertreter*innen aus der Anti­-Kohle­-Bewegung

 

Zum Flyer mit der kompletten Ankündigung