Wendepunkt – Sozialisten und andere Aktive an der Uni Köln
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Wendepunkt
Sozialisten und andere Aktive an der Uni Köln



Für soziale Emanzipation –
Raus aus der Enge!

„Ein besseres Leben für Alle ist möglich. Dafür sind dringend nötig: massive staatliche Investitionen in Bildung, Kultur, Gesundheit, Mobilität, Wohnen, Energie und Infrastruktur, würdige Arbeitsverhältnisse, die Regulierung der Finanzwirtschaft und Umverteilung von Oben nach Unten für eine lebendige demokratische Gesellschaftsentwicklung zum Wohle Aller, international solidarisches und nachhaltiges Wirtschaften und einen kulturell erfreulicheren Alltag.“
Aus dem Hamburger Volksbegehren für die Streichung der Schuldenbremse aus der Hamburger Verfassung.

Jahrzehnte marktliberaler Politik haben die soziale Wohlfahrt und die Demokratie nicht gestärkt. Waffen und das Recht der Stärkeren waren Völkerverständigung, Frieden und Erhalt der menschlichen Lebensgrundlagen nicht zuträglich; Wettbewerb und Konkurrenz haben nicht zu einem erfreulichen Alltag oder produktiver Bildung und Wissenschaft geführt.

Verbesserung beginnt, wo das neoliberale Dogma, die Geschichte sei zu Ende und „Glück“ sei im Privaten zu suchen, in Frage gestellt wird. Dafür stehen exemplarisch die Kämpfe gegen öffentliche Sparpolitik, ob in Chile, England, oder hierzulande: Weltweit kann ein besseres Leben und die Realisierung der Menschenrechte ermöglicht werden, wenn der gesellschaftliche Reichtum und der wissenschaftlich-technologische Fortschritt dem allgemeinen Wohl zu Gute kommen. In Theatern, Krankenhäusern, Bildungseinrichtungen, Musikschulen – allerorten schafft der Mangel Frust - und Widerspruch Ausblick. In Hamburg hat ein Volksbegehren für die Streichung der Schuldenbremse die erste Hürde genommen. Movens dabei: Solidarität statt Konkurrenz.

Gerade in der Universität stellt sich die Frage: Wie sollen Studierende, Lehrende und die Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung sinnvoll zusammenwirken, wenn an der ohnehin unzureichend finanzierten Universität in allen Bereichen gekürzt wird? Die Universität hat sich aufgrund des Engagements von Hochschulmitgliedern zu Frieden, Nachhaltigkeit und Demokratie verpflichtet. Dafür braucht es aber mindestens eine auskömmliche Finanzierung, demokratische Strukturen statt elitärer Hierarchien und eine offene Debatten- und Streitkultur statt Restriktionen im Studium. Wir engagieren uns in diesem Sinne für emanzipatorische Wissenschaft von allen für alle, die darin besteht, sich den Fragen der Zeit zu stellen, und wirken für eine echte soziale und demokratische Erneuerung des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Wir sind dafür in Fachschaften, im Studierendenparlament und der universitären Selbstverwaltung aktiv, wir engagieren uns in der Friedensbewegung, gegen Rechts und sind gewerkschaftlich organisiert. Als linke Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten streiten wir für einen Mentalitäts- und Richtungswechsel in der SPD und für eine programmatische Neuorientierung für Frieden und soziale Gerechtigkeit, in Opposition zum „Weiter-so“ der Großen Koalition.

Theater
Ins Licht treten
Die Treffbaren, die Erfreubaren,
Die Änderbaren.“

Bertolt Brecht, Gedichte, 1953-1956.