Die Aktualität und Brisanz der Zivilklausel an den Hochschulen

Mi., 29.10., 19 Uhr
Hauptgebäude, VIIa
Eine Veranstaltung des AK Zivilklausel mit Christoph Marischka (Informationsstelle Militarisierung) und Inputs vom Arbeitskreis Zivilklausel
„Die Rolle von Hochschulen ist es nicht, militärische und politische Konflikte auszutragen, sondern Forschung und Lehre im Sinne einer stabileren, sozialeren und nachhaltigeren Welt zu betreiben.“
(Geraldine Rauch, Präsidentin der Technischen Universität Berlin)
Über 70 Hochschulen, darunter sämtliche öffentlichen Hochschulen in NRW und auch die Universität Köln haben sich mit Zivilklauseln dem Wirken für eine friedliche Welt verpflichtet.
Angesichts von massiver Hochrüstung und der Eskalation militärischer Konflikte weltweit werden Pazifismus und das Friedensgebot an Hochschulen – Konsequenzen aus Krieg und Faschismus – heute als „naiv“ und sogar als gefährlich dargestellt. Verteidigungsminister Boris Pistorius fordert einen „Mentalitätswechsel in der Gesellschaft“, ohne den „Kriegstüchtigkeit“ nicht zu bewerkstelligen sei, Bundeskanzler Friedrich Merz die Abschaffung der „unzeitgemäßen“ Zivilklauseln.
Damit wird deutlich: Die Hochrüstung ist darauf angewiesen, die Möglichkeit einer internationalistischen, zivilen Alternative zu diskreditieren und die Hochschulen und die Zivilgesellschaft für den Aufrüstungskurs zu mobilisieren.
Wir wollen diskutieren und vertiefen:
- Inwiefern sind Militär und Rüstungsindustrie sowohl ideologisch als auch technologisch auf die Hochschulen angewiesen?
- Welche Bedeutung haben die Zivilklauseln über die Verhinderung der Aufrüstung hinaus für die Entwicklung von Friedensperspektiven und internationaler Kooperation „von unten“?
- Was heißt es, die Verpflichtung zu „Frieden, Nachhaltigkeit und Demokratie“ (Zivilklausel der Uni Köln) stärker in Lehre, Forschung und im Hochschulalltag zu verwirklichen?
