Kompletter Flyer // English Version
Grenzüberschreitendes Lernen und Wirken für eine menschenwürdige Entwicklung ist immer eine Alternative. Dafür steht exemplarisch der Aufbau von Wissenschaftskooperationen mit palästinensischen Hochschulen, der in der Medizin bereits praktiziert wird, und uniweit diskutiert wird. In diesem Sinne sollten internationale Wissenschaftskooperationen in allen Bereichen ausgebaut werden – um Demokratie, Nachhaltigkeit und Frieden zu fördern, wie die Universität selbst in ihrer Grundordnung beschlossen hat.
Damit alle dafür wirken können, braucht es statt Haushaltskürzungen eine auskömmliche öffentliche Finanzierung aller Bereiche der Hochschule, statt verbreiteter studentischer Armut und Hetze im Studium ein Eltern-, Alters-, Herkunfts-, und Studiendauer unabhängiges BAföG für alle, das u. a. studentischen Austausch und soziales und politisches Engagement fördert und ermöglicht. Insgesamt geht es um einen Mentalitäts- und Kulturwechsel – Kooperation statt Konkurrenz, Lernen auf Augenhöhe statt gehetzter Paukerei für die nächste Prüfung.
Verbesserung beginnt mit Opposition: Das Engagement für grenzüberschreitend solidarische Entwicklung ist bereits hier und heute lebendige Alternative von „unten“ zum Zynismus von oben und Beginn der Überwindung von Ohnmacht, der Beginn von freundschaftlichen persönlichen Bindungen und begründetem Vertrauen in die Kraft der Aufklärung und der Solidarität.
„Es gibt keine Staatsgrenze, die die Verbrüderung mit Gleichgesinnten sperren könnte.“
Kurt Tucholsky, „Über wirkungsvollen Pazifismus“, 1927
