Friedenspolitisch engagierter AStA nach linkem Wahlergebnis im Amt – für eine erfreuliche Zukunft die Geschicke in die Hände nehmen!

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

das Ergebnis der studentischen Wahlen hat deutlich die Gruppen gestärkt, die gegen rechts, für soziale Verbesserung und Frieden, für eine Renaissance von studentischer Kultur und Bewegung streiten! Die Wahl hat nun einen AStA möglich gemacht, der sich das Engagement für ein auskömmliches Bafög für alle, die Verwirklichung der Selbstverpflichtung der Hochschulen auf zivile und friedliche Zwecke in Lehre, Studium, Forschung und internationales Kooperation, die Verhinderung der Wehrpflicht, Abrüstung und soziale Entwicklung auf Fahnen geschrieben hat.

Damit sind die Möglichkeiten für eine Renaissance der Studierendenbewegung verbessert. Studentisches Engagement hat in diesen Zeiten entscheidende Bedeutung für eine aufgeklärte, solidarische und globale kooperative Antwort auf die Krise von Markt und Konkurrenz.

Die Ergebnisse der Wahlen:

 

Bis Freitag, 5.12.25: Jetzt an den studentischen Wahlen beteiligen!

Solidarität ist die Alternative zur Gewalt! Gegen den Militarismus von oben (Wehrpflicht, milliardenschwere Aufrüstung, Abwehr von Diplomatie) steht die Menschenliebe und der Pazifismus von unten. Aufklärende Bildung und Kooperation sind Alternative zu Konkurrenz und Rohheit – Bafög für alle, unabhängig von Alter, Herkunft und Studiendauer, eine ausreichende öffentliche Finanzierung aller Bildungsbereiche sind kein „Wolkenkuckucksheim“, sondern dringend notwendig für eine soziale, zivile und demokratische Zeitenwende – for the many, of the many!  Sprecht eure Kommilitoninnen und Kommilitonen auf die Wahlen an – für einen kulturellen und politischen Aufbruch der Solidarität und des Friedens!

Hier könnt ihr online wählen – alternativ ist es an vielen Orten in der Uni an den „Wahlurnen“ (Tische mit Laptops) möglich: wahlen.uni-koeln.de

Weiter unten findet ihr

  • unsere Selbstdarstellung „Nein zum Krieg! Die Zeiten wenden: Kritisch, solidarisch, eingreifend!“
  • Unser aktuelles Flugblatt „Öffnet die Tore der Wissenschaft! Für internationale Kooperation statt nationaler `Sicherheitsforschung´“
  • Die Selbstdarstellungen der „Liste Linker Aktiver – Bündnis für eine soziale, demokratische und zivile Hochschule“ zum Senat und zur EF der Phil

Öffnet die Tore der Wissenschaft! Für internationale Kooperation statt nationaler „Sicherheitsforschung“

Kompletter Flyer // English Version

Grenzüberschreitendes Lernen und Wirken für eine menschenwürdige Entwicklung ist immer eine Alternative. Dafür steht exemplarisch der Aufbau von Wissenschaftskooperationen mit palästinensischen Hochschulen, der in der Medizin bereits praktiziert wird, und uniweit diskutiert wird. In diesem Sinne sollten internationale Wissenschaftskooperationen in allen Bereichen ausgebaut werden – um Demokratie, Nachhaltigkeit und Frieden zu fördern, wie die Universität selbst in ihrer Grundordnung beschlossen hat.

Damit alle dafür wirken können, braucht es statt Haushaltskürzungen eine auskömmliche öffentliche Finanzierung aller Bereiche der Hochschule, statt verbreiteter studentischer Armut und Hetze im Studium ein Eltern-, Alters-, Herkunfts-, und Studiendauer unabhängiges BAföG für alle, das u. a. studentischen Austausch und soziales und politisches Engagement fördert und ermöglicht. Insgesamt geht es um einen Mentalitäts- und Kulturwechsel – Kooperation statt Konkurrenz, Lernen auf Augenhöhe statt gehetzter Paukerei für die nächste Prüfung.

Verbesserung beginnt mit Opposition: Das Engagement für grenzüberschreitend solidarische Entwicklung ist bereits hier und heute lebendige Alternative von „unten“ zum Zynismus von oben und Beginn der Überwindung von Ohnmacht, der Beginn von freundschaftlichen persönlichen Bindungen und begründetem Vertrauen in die Kraft der Aufklärung und der Solidarität.

„Es gibt keine Staatsgrenze, die die Verbrüderung mit Gleichgesinnten sperren könnte.“
Kurt Tucholsky, „Über wirkungsvollen Pazifismus“, 1927

 

Nein zum Krieg! Die Zeiten wenden: Kritisch, solidarisch, eingreifend!

SP-Selbstdarstellung-Wendepunkt-2025 // English Version

´68 waren gerade die Studierendenproteste Motor für die Beendigung des imperialistischen US-Krieges in Vietnam, für eine soziale Öffnung durch das BAföG und die Demokratisierung der Hochschulen und der Gesellschaft, für einen mentalen und politischen Aufbruch. Auch die Entspannungspolitik und die Vernichtung von 80% der Atomwaffen geht nicht zuletzt auf eine engagierte Wissenschaft zurück.

Heute stehen über 70 Selbstverpflichtungen von Hochschulen auf zivile Ziele (Zivilklauseln) für diese Möglichkeit. Als Stätte der Bildung und der Wissenschaft, der Begegnung und der Debatte von Studierenden, Lehrenden und Kolleg*innen aus der gesamten Republik und allen Teilen der Welt ist die Hochschule heute ein zentraler Ort, um für die Verbesserung der sozialen, kulturellen, politischen Lebensverhältnisse sowie natürlichen Lebensgrundlagen zu lernen und zu wirken.

In eben diesem Sinne ist die Zivilklausel an der Uni Köln viel mehr als ein Paragraph in der Grundordnung und bedarf auf allen Ebenen der Hochschule der Vitalisierung. Ansonsten verkommen die Hochschulen mit der aktuellen Militarisierung zum Instrument der Rechtfertigung von ungleichen und gewaltvollen Verhältnissen.

Dafür ist heute mit dem UN-Sozialpakt und dem darin festgeschriebenen Recht auf umfassende Bildung für alle ernstzumachen: Die auf Konkurrenz ausgerichteten Strukturen innerhalb der Hochschule und die soziale Prekarität insbesondere von Studierenden stehen diesem Recht entgegen und schaden Gesundheit und Lebensfreude. Diese Zustände zu überwinden und für soziale Verbesserungen zu streiten, ist keine Verteidigung von Privilegien, sondern im Gegenteil fundamental wichtig für alle Hochschulmitglieder und die gesamte Gesellschaft: Ein auskömmliches BAföG für alle ist nicht nur möglich, sondern auch notwendig, damit sich alle umfassend und kritisch bilden und in Hochschule und Gesellschaft engagieren können.

Jede*r hat Bedeutung für eine positive Wende: engagiert, aufmerksam, kritisch, zugewandt, in Kooperation mit anderen. In diesem Sinne sind wir in Fachschaften, in der studentischen- und universitären Selbstverwaltung, in der Gewerkschaft, der Friedensbewegung und der SPD engagiert – für eine Welt, in der der Mensch dem Menschen ein*e Helfer*in ist.

 

 

„Hochschulen als Wirkungsstätten für Aufklärung und Emanzipation“ – Selbstdarstellung der „Liste Linker Aktiver“

Die gesellschaftlichen Verhältnisse sind von Menschen gemacht. Und daher veränderbar. Kriege, die Militarisierung des Denkens und aller Lebensbereiche sowie die Zerstörung der sozialen, kulturellen und ökologischen Lebensgrundlagen dienen dem Profit weniger, sind nicht menschengerecht und rufen daher weltweit Widerspruch hervor. Klimakrise, Kriege, die AfD – Die geballte Destruktivkraft der Reaktion ist unvernünftig, weil sie am laufenden Band Menschheitskatastrophen produziert. Dagegen erlangen Universitäten, Bildung und Wissenschaft als potentielle Wirkungsstätten für „kritische Rationalität im Dienste der Menschen“ eine gesteigerte Bedeutung und sind umso umkämpfter.

Alle können und müssen sich entscheiden: Kriegstüchtig oder friedensfähig? Wir sind ein Bündnis von den Hochschulgruppen Die Linke.SDS, den linken Sozialdemokrat*innen vom Wendepunkt und weiteren Aktiven und sind engagiert in Hochschule und Gesellschaft für eine zivile, soziale und demokratische Zeitenwende.

 

Wir streiten und wirken in den Gremien der universitären Selbstverwaltung, in Fachschaften und als studentische Bewegung, damit Bildung und Wissenschaft zur Bildung mündiger und kritischer Persönlichkeiten beitragen.Wir kandidieren als „Liste Linker Aktiver – Bündnis für eine soziale, demokratische und zivile Hochschule“ zum Senat und zur Engeren Fakultät der Philosophischen Fakultät!und zur Engeren Fakultät der Jura. Die komplette Selbstdarstellung zum Senat findet ihr hier:

Selbstdarstellung LLA Senat // English Version

 

 

Selbstdarstellung der Liste Linker Aktiver an der Phil

Selbstdarstellung der Liste Linker Aktiver – Bündnis für eine soziale, demokratische und zivile Hochschule // English Version

In der Philosophischen Fakultät der Uni Köln wird aktuell über Kürzungen gesprochen, die sich im Bereich von ca. 600 Studienplätzen, 12 Professuren und ca. 24 wissenschaftlichen Mitarbeiter*innenstellen sowie weiteren Arbeitsplätzen in Technik und Verwaltung bewegen.
In den aktuellen krisenhaften Zeiten – Kriege, weltweite Aufrüstung, soziale Ungleichheit, Rechtsentwicklung, Gefährdung der Demokratie, Klimawandel – brauchen wir im Gegensatz zu diesen Kürzungen mehr kritische Bildung und Wissenschaft, eine bessere soziale Absicherung von Studierenden – und auch Lehrenden und Mitarbeitenden – und mehr Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftlichen Teilhabe.

Für bessere Studienbedingungen und die Erleichterung von studentischem Engagement braucht es ein elternunabhängiges Bafög für alle für finanzielle Unbedrängtheit, die umfassende Verbesserung der Situation internationaler Studierender, einen Abbau von Leistungsdruck, die Abschaffung von Mindestnoten für den Masterzugang (Bildung für alle!), eine Abkehr von jeglichem Elitarismus und eine breite demokratische Einbeziehung aller Uni-Mitglieder in die Entscheidungen der Uni zu Bildung und Wissenschaft.

In der Beschäftigung mit Geschichte, Kultur, Literatur, Kunst, Medien, Sprachen etc. lässt sich viel für ein gutes Leben aller lernen – Lernen darf Spaß machen.

Veranstaltung: Kriegstüchtig oder friedensfähig?

Die Aktualität und Brisanz der Zivilklausel an den Hochschulen

Menschen triumphieren über zerbrochenet Rakete

Mi., 29.10., 19 Uhr
Hauptgebäude, VIIa

Eine Veranstaltung des AK Zivilklausel mit Christoph Marischka (Informationsstelle Militarisierung) und Inputs vom Arbeitskreis Zivilklausel

 

„Die Rolle von Hochschulen ist es nicht, militärische und politische Konflikte auszutragen, sondern Forschung und Lehre im Sinne einer stabileren, sozialeren und nachhaltigeren Welt zu betreiben.“

(Geraldine Rauch, Präsidentin der Technischen Universität Berlin)

 

Über 70 Hochschulen, darunter sämtliche öffentlichen Hochschulen in NRW und auch die Universität Köln haben sich mit Zivilklauseln dem Wirken für eine friedliche Welt verpflichtet.

Angesichts von massiver Hochrüstung und der Eskalation militärischer Konflikte weltweit werden Pazifismus und das Friedensgebot an Hochschulen – Konsequenzen aus Krieg und Faschismus – heute als „naiv“ und sogar als gefährlich dargestellt. Verteidigungsminister Boris Pistorius fordert einen „Mentalitätswechsel in der Gesellschaft“, ohne den „Kriegstüchtigkeit“ nicht zu bewerkstelligen sei, Bundeskanzler Friedrich Merz die Abschaffung der „unzeitgemäßen“ Zivilklauseln.

Damit wird deutlich: Die Hochrüstung ist darauf angewiesen, die Möglichkeit einer internationalistischen, zivilen Alternative zu diskreditieren und die Hochschulen und die Zivilgesellschaft für den Aufrüstungskurs zu mobilisieren.

Wir wollen diskutieren und vertiefen:

  • Inwiefern sind Militär und Rüstungsindustrie sowohl ideologisch als auch technologisch auf die Hochschulen angewiesen?
  • Welche Bedeutung haben die Zivilklauseln über die Verhinderung der Aufrüstung hinaus für die Entwicklung von Friedensperspektiven und internationaler Kooperation „von unten“?
  • Was heißt es, die Verpflichtung zu „Frieden, Nachhaltigkeit und Demokratie“ (Zivilklausel der Uni Köln) stärker in Lehre, Forschung und im Hochschulalltag zu verwirklichen?

Mut zum Frieden!

Ja zur Zivilklausel und internationaler Kooperation

 

AfD, Friedrich Merz (frz.: FriedriSchmerz) und diverse Rüstungslobbyisten unterschiedlicher Couleur haben ein Problem mit „Zivilklauseln“, den zahlreichen Selbst­verpflichtungen von Hochschulen auf fried­liche Ziele.

Denn die Politik der Hochrüstung und der globalen Konfrontation zur Absicherung der globalen „Pyramide aus sozialen Ungleichheiten“ verträgt eins nicht: Eine menschenfreundliche, aufgeklärte und interna­tional solidarische Alternative. Und die kann gerade an den Hochschulen entstehen: Die Protestierenden, die von Paraguay bis Marokko gegen soziale Ungleichheit und sich bereichernde Eliten aufsteht, sind nicht zuletzt Studierende. Gerade an der Universität, wo Menschen aus aller Welt zusammenkommen um sich mit allen Bereichen des gesellschaftlichen Zusam­menlebens aus­ein­anderzusetzen, kön­nen die Zu­kunfts­fragen der Mensch­heit in den Blick…

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